Rückblick auf die Zukunftskonferenz

 

«Nun liegt die Zukunft von Hünenberg in 360 Händen» so der Titel der Tageszeitung vom 19. März 2012.

 

Der Gemeinderat suchte den Dialog mit der Bevölkerung: In den Exekutivzielen 2011-2014 hatte er sich den vermehrten Einbezug der Bevölkerung in die Gemeindeentwicklung vorgenommen. Die Einwohner sollten Gelegenheit erhalten, Eigeninitiative und Eigenverantwortung zu übernehmen.

 

Auf Worte folgten Taten. Im Frühling 2012 lud der Gemeinderat die Bevölkerung ein, gemeinsam über die Entwicklung der Gemeinde nachzudenken. Eine breit abgestützte Spurgruppe (Frauen und Männer aus den verschiedenen Quartieren) hatte die Zukunftskonferenz vorbereitet.

 

180 Einwohner nahmen die Einladung an und spendierten einen Samstag für ihre Gemeinde.

 

Ziel war es, dass Stimmen, Gedanken, Anregungen und Mitarbeit die Grundlage für Zukunftsentscheide bilden sollten, die der Gemeinderat später fällen wollte.

 

Von Oberstufenschülern über junge und ältere Erwachsene sowie Rentnern waren alle Altersgruppen und auch die verschiedene Quartiere vertreten. Daneben hatten auch nicht Stimmberechtige die Möglichkeit, ihre Meinung einzugeben. Nach Abschluss der Konferenz wurden 11 Projekte weiterbearbeitet. 50 Personen arbeiteten weiter in den verschiedenen Projekten. Teilweise wurden die Arbeitsgruppen von der Gemeinde personell unterstützt.

 

Der Gemeinderat hat viele positive Rückmeldungen zur Zukunftskonferenz erhalten. So schrieb Kantonsrat Huber Schuler in einer Kolumne: „Das Wertvolle an der Konferenz ist das Engagement der Bevölkerung. Das lebendige Dorf wird erfahren, Nachbarn treffen sich in einem neuen Kontext, Junge und Alte tauschen ihre Wünsche aus. Politikmachen wird erlebt und macht Spass.“

 

Ich selber bin begeistert von der altersübergreifenden Präsenz der Bevölkerung, von der Dynamik des Tages und der tollen Stimmung an der ersten Zukunftskonferenz. Ich freue mich über die Ergebnisse und die daraus entstandenen Projekte, welche die verschiedenen Arbeitsgruppen in Eigenregie zuhanden des Gemeinderates weiterbearbeiteten.

 

Was wurde aus den Projekten? Ich erwähne hier drei:
Zum Thema Alter wünschte man sich eine Drehscheibe oder Fachstelle Alter, welche sich um die verschiedenen Bedürfnisse und Fragen des Alters kümmert. Die Arbeitsgruppe formulierte ihre klaren Vorstellungen und das Ergebnis war, eine Teilzeitanstellung einer Fachfrau fürs Alter, welche schon nicht mehr weg zu denken ist, da ihre Arbeit auf grossen Anklang stösst.
Zum Thema Einkaufen im Dorf und Zentrumsentwicklung wurde eine Arbeitsgruppe eingesetzt mit 4 Handlungsfeldern. Realisiert wurde davon die Überdachung des Platzes vor der Gemeindeverwaltung. Der Bebauungsplan für die Zentrumsüberbauung kommt am 24. September 2017 an der Urne zur Abstimmung.  Mit der Aufwertung der Chamerstrasse als weiteren Schritt starten wir im Herbst dieses Jahres.
Ein Hofnarr wurde als Versuch eingeführt. Nach zwei Jahren wurde das Projekt abgebrochen, obwohl die Idee bestechend war, dem Gemeinderat und der Bevölkerung den Spiegel zu zeigen. Der Hofnarr hat leider zu wenig Inputs aus der Bevölkerung erhalten.

 

Es ist grossartig wie viele Personen sich für unsere Gemeinde ehrenamtlich einsetzten. Sei es in den Vereinen oder konkret in einem Projekt aus der Konferenz. Das macht unser Hünenberg aus und darauf bin ich als Gemeindepräsidentin stolz und sage Danke!

Regula Hürlimann

Gemeindepräsidentin, FDP.Die Liberalen Hünenberg

 

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