Den Kuhhandel unterlassen

Die Wirtschaftskommission des Ständerates möchte die wichtige Steuervorlage 17 mit

einem sozialen Ausgleich, namentlich einer Scheinsanierung der AHV, mehrheitsfähig

machen. Sie schlägt vor, die AHV-Lohnprozente um 0.3% zu erhöhen und die

Quersubvention zu handen der AHV durch Bundeskasse und Mehrwertsteuer auszubauen.

Für mich ist der Fall klar: Die Politiker wollen das heisse Eisen nicht anfassen und

verschieben die Probleme in die Zukunft. Ich bin nicht bereit, mehr Geld in die AHV zu

investieren, solange diese nicht auf lange Sicht reformiert wird. Wir dürfen uns nichts

vormachen: Wir kommen nicht um eine Erhöhung des Rentenalters herum. Die Alternative wäre, die Lohnprozente ständig zu erhöhen. Ich gehe jedoch lieber später in Renten und habe dafür während des Erwerbslebens mehr Geld zur Verfügung.

Komplizierte Vorlagen haben es beim Volk schwer. Das haben die Abstimmungen zur USR

III und zur AV2020 gezeigt. Die Verknüpfung dieser zwei sonst schon schwer verstehbaren

Reformen verringert die Erfolgschancen an der Urne. Ich plädiere dafür, auf diesen

Kuhhandel zu verzichten und eine echte Reform für die Altersvorsorge anzupacken. Eine

Reform, welche über Jahrzehnte hält und welche den Jungen das Vertrauen in die Altersvorsorge zurückgibt.