Mehr unternehmerisches Denken in den Parlamenten

 

 

previewAls Unternehmer wünschte ich mir, dass wieder mehr solche in den Parlamenten tätig sind. Politik und Unternehmertum lassen sich für viele nur schwer vereinbaren. Vielerorts wird das unternehmerische Umfeld anspruchsvoller. Nur mit guter Organisation liegt parallel auch noch eine politische Tätigkeit drin.

 

Für mich sind Unternehmer/innen Personen, welche Marktbedürfnisse erkennen und eigenes Geld einsetzen, um im identifizierten Markt gute Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Unternehmer/innen riskieren nicht nur eigenes Geld, sondern auch ihre persönliche Reputation. Gerade in der Schweiz wird oft immer noch zu wenig verstanden, dass es keine Schande ist, auch mal Misserfolg zu haben. Da Unternehmer/innen persönliche Risiken eingehen, werden sie – wenn sie kontrolliert sind – mit den eigenen Mitteln jedoch enorm sorgsam umgehen.

 

In der Politik herrschen andere Verhältnisse: Als politisch Tätige allozieren wir das Geld anderer Leute in verschiedenste Projekte und tragen somit kaum persönliches finanzielles Risiko (ausser der Aussicht auf steigende Steuern, wenn nicht gut entschieden wird). Die Chancen auf Reputationsgewinn und somit Wahlerfolge sind aber oft beträchtlich.

 

Angesichts dieses wesentlichen Unterschiedes zwischen dem Unternehmertum und der Politik brauchen wir meines Erachtens wieder mehr Unternehmer/innen in den Parlamenten. Unternehmer/innen «haben es in den Genen», sich gegen Ausgaben und Investitionen zu wehren, welche nicht plausibel erscheinen.

 

Beat Unternährer, Kantonsrat, FDP Hünenberg

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